
Schwimmkran Langer Heinrich
Gebaut wurde der Schwimmkran 1905 von der Firma Bechem & Keetman in Duisburg. Im gleichen Jahr wurde er auf der Schichau-Werft in Danzig in Betrieb genommen. Mit seiner Hubhöhe von 50 m und seiner maximalen
Hakenbelastung von 100 t zählte er damals zu den größten Schwimmkränen der Welt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte der Kran auf nicht mehr nachzuvollziehenden Wegen nach Rostock und wurde ab 1946 auf der Rostocker Neptunwerft eingesetzt. Auf dieser Werft wurde der Kran in den 1950er Jahren einer grundlegenden Modernisierung unterzogen. Bis 1978 blieb der LANGE HEINRICH für dieses Rostocker Traditionsunternehmen im Einsatz. Seine Aufgaben fand der Kranriese bei Bergungsarbeiten, beim Transport von Schiffssektionen und Brückenhäusern sowie beim Schwergutumschlag im Rostocker Überseehafen.
Nach seiner Außerdienststellung wurde der Kran 1980 vom damaligen Rostocker Schiffbaumuseum übernommen. In den Jahren 1992 bis 1995 konnten umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt werden. 1997 erfolgten weitere Reparaturen im Unterwasserbereich des Pontons im Dock der Firma Neptun Industrie Rostock. Weitere Instandsetzungs- und Werterhaltungsarbeiten wurden in den Jahren 2002 und 2005 durchgeführt.
Technische Daten
| Typ: | Wippaus- legerkran |
| Gesamtgewicht: | 900 t |
| Tragfähigkeit: | 593 t |
| Länge: | 29,55 m |
| Breite: | 20,45 m |
| Tiefgang: | 2,96 m |
| Höhe des Auslegers: | 50 m |
| Hubhöhe: | 50 m |
| Hubleistung: | 100 t (großer Haken) 20 t (kleiner Haken) |
| Größte Ausladung: | 19,7 m |
| Antriebsleistung: | 2x110 PS =220 PS /134 kW |
| Antriebsmaschine: | Dampfmaschine |
| Besatzung: | 14 Personen |
